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Manuell geführt, gesteuert positioniert
Kombination aus manueller Tätigkeit und automatisierter Handhabung erhöht
Flexibilität und senkt Kosten

Mit der Hand geführt, mit einer SPS-Steuerung in Geschwindigkeiten und Positionen programmiert
und gesteuert: Die jetzt von der Gießler Handhabung-stechnik verwirklichten Handhabungssysteme vereinen die jeweiligen Vorteile manueller und automatisierter Systeme.
Sie rationalisieren umfassend das Be- und Entladen von Werkzeug- und Sondermaschinen sowie das Transportieren und Positionieren großer Bauteile bei der Montage und beim Verpacken.

Beim Montieren von Werkstücken sowie beim Be- und Entladen von Maschinen sind mehrere, teilweise widersprechende Kriterien zu erfüllen. Zum einen sollen die Tätigkeiten möglichst flexibel und bei kurzen Taktzeiten ausgeführt werden. Zum anderen müssen die Einrichtungen zum Bewegen von Werkstücken und Bauteilen kostengünstig und zuverlässig arbeiten, also weitgehend unabhängig vom Geschick und der Sorgfalt des Personals. Darüber hinaus muss das Personal von schweren, monotonen und die Gesundheit gefährdenden Tätigkeiten entlastet bzw. verschont werden. So gibt es beim Be- und Entladen von Maschinen sowie beim Zusammenführen großer, schwerer Bauteile zur Montage einige Gründe für eine vollständige Automatisierung, andere für vorwiegend manuelles Arbeiten. Speziell bei schweren Werkstücken und Bauteilen ist aber eine weitgehende Automatisierung wegen der Gesundheit der Mitarbeiter nahezu unumgänglich. Allerdings ist diese oft sehr kostenintensiv und für zahlreiche Be- und Entlade- sowie Montagevorgänge nicht ausreichend flexibel. Geschickt wäre eine Kombination beider Möglichkeiten, also der manuellen Tätigkeit einerseits und der weitgehenden Automatisierung andererseits.

Dies hat jetzt die Gießler Handhabungstechnik in Zell a. H. verwirklicht. Bei einer Längsschneid- und Wickelmaschine für Klebebänder sind bis zu 80 kg schwere Wellen mit Wickelkernen bzw. gewickelten Rollen in die Wickelmaschine einzulegen bzw. von dort zu entnehmen. Ehemals waren dafür zwei Mitarbeiter erforderlich. Sie transportierten von einem Kernaufreihgerät neben der Wickelmaschine die mit Kernhülsen versehenen Wellen auf zwei unterschiedliche Wickelstationen in der Wickelmaschine. Wechselnd entluden sie die Wellen mit den fertig gewickelten Klebbändern und trugen diese auf die Ausziehstation. Dort werden die fertig gewickelten Klebbandrollen von der Welle abgestreift. Anschließend werden die Wellen im Kernaufreihgerät mit neuen Kernhülsen zum Einlegen vorbereitet. Wegen versetzt aufgereihter Klebbandrollen gibt es wechselnde Positionen zum Ablegen der Wellen in der Ausziehstation. Die Arbeitsabläufe zum Be- und Entladen fordern von den Mitarbeitern zum einen große körperliche Anstrengungen, zum anderen besondere Sorgfalt, um die wechselnden Ablagepositionen entsprechend den Arbeitsfolgen der Maschine jeweils richtig zu wählen. Eine weitgehende Automatisierung mit Handhabungssystemen bzw. Robotern scheiterte an den hohen Kosten und der ungenügenden Flexibilität solcher Anlagen.

Wesentlich besser arbeitet der Klebbandhersteller seit einigen
Monaten mit der kombinierten Anlage von Gießler. Diese verbindet
ideal die Vorteile hoher Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Sicherheit
einer automatisierten Handhabungsanlage mit den Vorteilen hoher Flexibilität und niedriger Kosten eines manuellen, kraftunterstützten Transportsystems.
Linearachsen mit leicht laufenden, genauen Rollenführungen bilden
ein Portal. Daran befindet sich die ebenfalls exakt geführte Linearachse
für die Vertikalbewegung. Ein elektrisch angetriebener Kettenzug mit zwei Geschwindigkeiten hebt und senkt die Greifeinheit für die 1,5 m langen und bis zu 80 kg schweren Wellen.

So entfällt für den Mitarbeiter das anstrengende, die Gesundheit gefährdende, Heben der schweren Wellen. In den beiden horizontalen Achsen führt der Mitarbeiter manuell die Positionierbewegungen aus. Zum genauen Positionieren unterstützen ihn die gedämpften Anschläge und die SPS-Steuerung des Systems. Letztere verriegelt mit Hilfe von Sensoren in den Endpositionen die jeweils möglichen Bewegungen des Greifers und der motorischen Vertikalachse. Das vermeidet Fehler durch mangelnde Aufmerksamkeit des Personals. Zudem ermöglicht es ohne Einbußen an Genauigkeit das Anfahren sämtlicher Positionen mit möglichst hohen Geschwindigkeiten, auch in der Z-Achse mit dem elektrisch angetriebenen Kettenzug. Das gewährleistet minimale Taktzeiten beim Be- und Entladen der Wickelmaschine. Dazu ist nur ein Mitarbeiter erforderlich. Zudem sind, verglichen mit einem vollständig automatisierten Handhabungssystem, für die gesamte Anlage nur etwa ein Drittel der Beschaffungskosten nötig. Damit sorgt diese durchdachte Kombination aus einerseits manueller, andererseits durch SPS-Steuerung in den Positioniergenauigkeiten und in den Geschwindigkeiten programmierter Handhabung für besonders wirtschaftliches Arbeiten. Solche Anlagen eignen sich zum Be- und Entladen von Werkzeug- und Sondermaschinen sowie zum Positionieren großer Bauteile beim Montieren und Verpacken.

 

GIEßLER Handhabungstechnik • Wiesenfeldstraße 15 • 77736 Zell a. H. • Tel.: 07835-54127 • Fax.: 07835 -54128 • giessler-ht@t-online.de